Seiichi Furuya »Hätte Wenn Warum« | 15.06. – 19.08.2012 – Presseinformation

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Liebe Freundinnen und Freunde des Museums für Photographie Braunschweig,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung

Seiichi Furuya
Hätte Wenn Warum

am Donnerstag, dem 14. Juni 2012, um 19 Uhr ein.

Das Werk des in Österreich lebenden Fotografen Seiichi Furuya verbindet wie kein anderes individuelle Erinnerung und kollektives Gedächtnis. Seit Ende der 1980er Jahre stellt er in immer neuen Konstellationen Fotografien seiner früh verstorbenen Frau mit Aufnahmen von Orten zusammen, an denen sie als Familie lebten.

Furuyas Bücher und frühere Ausstellungen unter dem Werktitel Mémoires sind Ausdruck einer Erinnerungsarbeit, die von der existentiellen Erfahrung der Liebe, des Verlusts und des Schmerzes erzählt, ohne jemals sentimental zu sein. Die Dimension des eigenen Schicksals ist dabei immer auch eingebettet in die politische und soziale Wirklichkeit seiner Zeit.

Einen Schwerpunkt unserer Ausstellung bilden Furuyas bisher weniger bekannte Bilder aus der Ost-Berliner Zeit, wo Seiichi Furuya mit seiner Familie zwischen 1984 und 1987 lebte und wo seine Frau sich 1985 das Leben nahm. Sie sind ein beeindruckendes Dokument über die letzten Jahre der DDR, geprägt vom Wechselspiel zwischen Privatem und Öffentlichem, zwischen persönlichem Blick und dokumentarischer Distanz, zwischen präziser Beobachtung und poetischen Bildfindungen. In dieser Hinsicht begleitet die Ausstellung den jüngst erschienenen Band Mémoires 1984–1987, dessen Fokus auf den Aufenthalt der Familie in der DDR gerichtet ist.

»Hätte Wenn Warum« lautet der Titel unserer Ausstellung. Die Begriffe stehen für ein vergebliches Denken im Konjunktiv. Fragt die Erinnerung immer danach, ob es auch anders hätte kommen können, so dienen Fotografien hier als Spuren und Beweisstücke, die faktisch eine bestimmte Wirklichkeit festgehalten haben, doch immer wieder anders interpretiert werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung liegt daher in der Dokumentation der verschiedenen Bildkonstellationen und Buchprojekte von Seiichi Furuya. Mittels des Einsatzes von Diaprojektoren wird in jeweils 80 Bildern die Erzählweise vier verschiedener Bücher vorgestellt. Seine fotografischen Bilder erscheinen dabei wie die Zeichen einer Sprache. Es hängt von ihrer Zusammenstellung ab, welche Geschichte sich daraus ergibt.

In dieser Hinsicht kommt Seiichi Furuyas Werk ein besonderer Stellenwert innerhalb der künstlerischen Autorenfotografie zu. Hiervon wird auch das großformatige Bulletin handeln, das anlässlich der Ausstellung die Bilderzählungen des Fotografen beleuchtet.

Die Braunschweiger Ausstellung ist seit langem wieder die erste größere institutionelle Einzelausstellung Furuyas in Deutschland. Von besonderem methodischem Reiz ist die Tatsache, dass Furuya bereits 1998 in unserer Institution ausgestellt hat und seine Geschichte nun in anderen Räumen und in unterschiedlichen Zusammenstellungen neu erzählen wird.

Wir würden uns sehr freuen, Sie zur Eröffnung der Ausstellung im Museum für Photographie Braunschweig begrüßen zu dürfen!

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Museum für Photographie Braunschweig
Helmstedter Str. 1
D-38102 Braunschweig
Tel.: +49(0)531 75000
info@photomuseum.de
www.photomuseum.de

Öffnungszeiten: Di – Fr 13 – 18 Uhr, Sa + So 11 – 18 Uhr
Führungen: Sonntags 16 Uhr
Eintritt: 2,50 €, 1 € ermäßigt, Mitglieder frei

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„Abstraktion und Alltag“, Kunstverein Tiergarten – Presseinformation

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KP Brehmer / Gwen Rouvillois / Eva Taulois

Eröffnung: Freitag, 15. Juni, 19 Uhr
Begrüßung: Dr. Ralf F. Hartmann
Einführung: Ulrike Kremeier, designierte Direktorin Museum Dieselkraftwerk Cottbus und Kuratorin der Ausstellung

Ausstellung: 16.06 – 21.07.
Di. – Sa., 13-19 Uhr

Die Ausstellung „Abstraktion und Alltag“ stellt Arbeiten aus dem Nachlass des renommierten Berliner Künstlers KP Brehmer in ein dialogisches Verhältnis zu zwei zeitgenössischen französischen Künstlerinnen, die sich ausgehend von der Beschäftigung mit Alltagsphänomenen einer Untersuchung von gesellschaftlichen Verhaltensweisen und formalen Codices widmen.

KP Brehmer (1938-1997), deutscher Grafiker, Maler und Filmemacher, war seit 1971 Professor an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und gehört mit seinen Arbeiten der 1960er und 70er Jahre neben Gerhard Richter, Sigmar Polke und Wolf Vostell zu den prominentesten Vertretern des sog. „Kapitalistischen Realismus“, einer politisch ausgerichteten Variante der europäischen Pop-Art. Im Zentrum der Ausstellung steht die Arbeit „Whitechapel Project“ aus KP Brehmers Werkzyklus „Seele und Gefühl eines Arbeiters“. Diese setzt sich aus zwei Leinwandbahnen mit den Maßen 111 x 605 cm zusammen und ist 1978-80 für die Whitechapel Gallery London entstanden. Erstmals ist sie – ergänzt durch Skizzen aus dem gleichen Werkzyklus – seit längerer Zeit wieder in einer deutschen Ausstellung zu sehen.

Diese zentralen Arbeiten aus dem Nachlass Brehmers werden in einen Dialog mit den malerischen und installativen Arbeiten von Eva Taulois und Gwen Rouvillois, zwei zeitgenössischen französischen Künstlerinnen gestellt. Auch sie verhandeln – auf ganz andere Art und Weise – die Frage nach dem Verhältnis zwischen Abstraktion und Alltag.

Gwen Rouvillois (*1968) arbeitet bevorzugt mit konzeptueller Malerei, entwickelt aber immer wieder auch skulpturale und installative Arbeiten. Im Mittelpunkt ihrer Auswahl für die Ausstellung stehen gemalte Leinwände, in die sich eingebunden in urbane und ländliche Zusammenhänge soziale Botschaften einschreiben. Ihre Malerei verbindet die Repräsentation von Landschaft mit figurativen Szenen und dominanten abstrakten Farbflächen. Rouvillois dekonstruiert urbane Landschaftskontexte und löst sie in deren Elemente, wie z.B. Baustellen und Materialien auf, um sie so in Hinblick auf architektonische und perspektivische Fragen neu zu konstituieren. Landschaft artikuliert sich in ihren Arbeiten als eine durch die menschliche Zivilisation gefilterte Natur.

Eva Taulois (*1982) arbeitet bevorzugt an der produktiven Schnittstelle zwischen Kunst und Design und geht der Frage nach, wo sich diese beiden Bereiche voneinander abgrenzen. Alltäglich verwendete Textilien regen sie zu einer künstlerischen Betrachtung über deren Funktion und Gebrauch im unmittelbaren Lebensumfeld und den daraus resultierenden formalen Aspekten an. In ihren Arbeiten inszeniert Taulois Kleidungsstücke wie ephemere Skulpturen und nutzt sie als ein Repertoire unterschiedlicher Formen, die in der Realität verankert sind und sich aus alltäglichen Nutzungsgewohnheiten ableiten. Kleidung und Wäschestücke avancieren so von banalen Gebrauchsgegenständen zu Signifikanten eines Zeichensystems, das – vergleichbar der Schrift – einmal vertraut, ein anderes Mal unbekannt erscheinen kann.

Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord
Turmstraße 75
10551 Berlin

www.kunstverein-tiergarten.de

Hector-Kunstpreis & Hector-Förderpreis 2012 – Presseinformation

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Alle drei Jahre vergeben die Kunsthalle Mannheim und die H.W. & J. Hector Stiftung zwei bedeutende Preise für Bildhauerei, Objektkunst und Rauminstallation. Der Hector-Kunstpreis 2012 geht an die im Iran geborene Nairy Baghramian (*1971). Hannes Broecker (*1980) wird mit dem Hector-Förderpreis 2012 ausgezeichnet. Beide Preise sind mit einer Ausstellung (mit Katalog) sowie einem Preisgeld verbunden. Die Förderpreis-Kandidaten , Robert Ludwig und Pauline M’barek sowie das Kollektiv Jochen Schmith werden parallel in einer Gruppenausstellung gewürdigt. Die Ausstellung wird am Freitag, den 20. Juli, um 19.30 Uhr eröffnet.

Nach Tobias Rehberger (2009) wird in diesem Jahr die Arbeit von Nairy Baghramian mit dem Hector-Kunstpreis als bereits etablierte künstlerische Position ausgezeichnet. Baghramian verfolgt einen konzeptionellen Ansatz und stellt mit ihren filigranen, reduzierten Skulpturen und Installationen aus farbigem Kunststoff, reflektierendem Metall, Fotografien und Zeichnungen kritisch den Kunstbegriff selbst in Frage. Mit einer starken wie eigenwilligen Ästhetik konnte die Wahlberlinerin die hochrangig besetzte Jury (unter anderen Susanne Gaensheimer und Yilmaz Dziewior) überzeugen. Immer wieder experimentiert sie mit dem Raum, arbeitet sie mit architektonischen Versatzstücken und verwandelt Leerstellen in Körper. Gleichzeitig funktionieren die Objekte als kontextuelle Stellungnahmen auf den sozio-kulturellen Raum.

Der diesjährige Hector-Förderpreis wird Hannes Broecker (*1980) verliehen. Broeckers künstlerisches Revier ist der urbane Raum. Sein Interesse gilt vorwiegend der Kreativität der Straße, der subkulturellen Kunst im öffentlichen Raum, die er in stark abstrahierter Form in den Ausstellungskontext überführt. Dabei arbeitet er meist mit einfachen Materialien wie Sperrholz, Glas, Beton, Gips, die von ihm farbig gefasst werden.

Parallel zu den Einzelpräsentationen der beiden Preisträger findet eine Gruppenausstellung mit den Förderpreis-Kandidaten Robert Ludwig und Pauline M’barek sowie dem Kollektiv Jochen Schmith (= Carola Wagenplast, Peter Hoppe, Peter Steckroth) statt.
Die drei Ausstellungen werden jeweils von einem Katalog begleitet.

Das Kollektiv Jochen Schmith setzt sich meist in installativer Form mit Fragen der musealen Präsentation auseinander. Pauline M’barek übersetzt wissenschaftstheoretische und -historische Themen in irritierende plastische Arbeiten von großer Sinnlichkeit. Mit Installationen und Skulpturen aus „armen“, teils erst vor Ort gefundenen Materialien greift Robert Ludwig in den öffentlichen Innen- wie Außenraum ein und spielt mit der Psychologie des jeweiligen Ortes.

Preisgeld:

Neben einer Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim mit Ausstellungskatalog ist der Hector-Kunstpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 20.000 € dotiert, der Hector-Förderpreis mit 5000 €.

Kunsthalle Mannheim
Friedrichsplatz 4
68165 Mannheim

www.kunsthalle-mannheim.de

Cosmic Rays meets Gabi Damianakis meets Yoga, KunstBueroContentkueche – Presseinformation

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Presseinformationen:
Gabi Damianakis: Cosmic Rays
Eine besondere Melange aus Bildern, Schmuck, Griechenland und Yoga
Datum: 31.5.- 30.6.2012
Vernissage:
Donnerstag 31.5., Freitag 1.6., Sonnabend 2.6., jeweils ab 18.00 Uhr
Opening: 31.5. Gespräch mit der Künstlerin
Special Event:
Freitag 1.6., 17.30-18.00
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Boris Mikhailov, Berlinische Galerie – Presseinfo

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Boris-Mikhailov-Schau geht am Pfingstmontag zu Ende. Bislang rund 35.000 Besucher

Der 1938 in der Ukraine geborene Boris Mikhailov gehört heute zu den berühmtesten Fotokünstlern der Gegenwart. Die Berlinische Galerie widmet Mikhailov, der seit 10 Jahren in der deutschen Hauptstadt lebt, eine große Schau, die am Pfingstmontag zu Ende gehen wird. Bislang sahen rund 35.000 Besucher seine bekanntesten, aber auch bislang nicht ausgestellten Fotoserien aus dem Zeitraum von 1966 bis 2011.

Für die Fotografische Sammlung der Berlinischen Galerie konnte deren Leiter Ulrich Domröse im Jahr 2002 acht Arbeiten aus der Serie „Case History“ ankaufen. Wenig später folgten vier Arbeiten aus der in Berlin entstandenen Serie „In the Street“. Mikhailov, der im Rahmen des DAAD-Künstlerprogramms im Jahr 1996 in Berlin lebte, kehrte im Jahr 2000 in die Stadt zurück und pendelt seither zwischen Berlin und seiner Heimatstadt Charkow in der Ukraine. Anknüpfend an die Sammlungsbestände der Berlinischen Galerie wurde eine Ausstellung entwickelt, die nicht nur die Sammlungsaktivitäten im Bereich der Gegenwartskunst repräsentiert, sondern gleichzeitig den Bezug zur Stadt Berlin als künstlerischem Erfahrungshintergrund dokumentiert und anhand ausgewählter Werkgruppen das Schaffen Mikhailovs vorstellt.

Nach der Einzelausstellung von Boris Mikhailov wird die Berlinische Galerie dann ab dem 5. Oktober der künstlerischen Fotografie in der DDR die international erste umfassende Ausstellung widmen.

Boris Mikhailov
Time is out of joint. Fotografien 1966 – 2011
Noch bis 28.05.2012, 10:00 bis 18:00 Uhr
Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin-Kreuzberg

Weitere Informationen erhalten Sie bei Abruf des folgenden Links:
http://bit.ly/zYyZrk

Gesichtsverlust | Be(com)ing (in)visible, Kunstverein Viernheim – Presseinfo

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Lars Bjerre | Mona Breede | Marc Dittrich | Florian Heinke | Johanna Jakowlev | Werner W. Lorke | Joas Sebastian Nebe | Simon Schubert | Vanja Vukovic

Internationale Gruppenausstellung im Kunstverein Viernheim
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Ausstellung internationaler Architektenwettbewerb 30 x Neubau Kunsthalle Mannheim – Presseinfo

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Die Zukunft beginnt jetzt! 30 internationale, renommierte Architekturbüros arbeiten derzeit an den Entwürfen für einen Kunsthallen-Neubau im Herzen Mannheims. Am 18. /19. Juli 2012 tagt das Preisgericht. Am Freitag den 20. Juli 2012, um 19.30 Uhr, eröffnet die Kunsthalle Mannheim die Ausstellung „30 x Neubau Kunsthalle Mannheim“, die dem Publikum die 30 Entwurfsmodelle der internationalen Wettbewerbsteilnehmer vorstellt und mit einem umfangreichen Begleitprogramm bürgernah über die Pläne der Neuen Kunsthalle Mannheim informiert.

Die Ansprüche an den Kunsthallen-Neubau sind hoch, wie Museumsdirektorin Dr. Ulrike Lorenz zusammenfasst: „signifikant – souverän – urbanistisch – funktional“ soll der Neubau werden. Ressourcen-Bewusstsein und neue Ansätze für energieoptimiertes und betriebswirtschaftliches Bauen sind gefragt. Gefordert wird eine „adaptive Architektur, die den Anforderungen der Zukunft standhält“.
Ab dem 20. Juli 2012 können sich die Besucherinnen und Besucher ausführlich über den bevorstehenden Kunsthallen-Neubau informieren. Die Ausstellung „30 x Neubau Kunsthalle Mannheim“ stellt dem Publikum die planerische Umsetzung der 30 internationalen Architekturbüros vor. Erste konkretere Perspektiven für den Neubau werden eröffnet.
Die Ausstellung wird begleitet von einem bürgernahen kunst- und architekturhistorischen Vermittlungsprogramm sowie zahlreichen Informationsveranstaltungen rund um das Thema Neubau Kunsthalle Mannheim. Am 26. – 27. Oktober 2012 findet das wissenschaftliche Symposium „Neubau Kunsthalle Mannheim – Räume denken“ sowie eine vertiefende Präsentation der Preisträger statt.
„Der Kunsthallen Neubau ist ein historisches Ereignis. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an mitnehmen und sie für IHRE Neue Kunsthalle Mannheim begeistern“, erklärt Lorenz.
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„Biene, Mädchen aus Glas“, Konzert in der KaufBar Braunschweig – Presseinfo

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Konzert an diesem Donnerstag (24.Mai) in der KaufBar:

„Biene Niemczyk ist bekannt durch mehrere umjubelte Kurzauftritte auf der Offenen Bühne Braunschweig, nun stellt sie ihre Werke in einem abendfüllenden Programm in der KaufBar vor.
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Atelierbesuch bei Jan Wawrzyniak – Presseinfo

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13. Juni 2012, 17:00 Uhr

Jan Wawrzyniak, 1971 in Leipzig geboren und heute in Berlin lebend, irritiert mit seinen Arbeiten den Blick des Betrachters und seine räumliche Wahrnehmung. Mit sparsamsten Mitteln erreicht er vielfache Erfahrungen von Bewegung und Verwandlung, die nicht fixierbar sind und damit den Sinneseindruck auf eine kaum greifbare Weise intensivieren.
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Atelierbesuch bei Joachim Grommek – Presseinfo

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23. Mai 2012, 17:00 Uhr

Der 1957 in Wolfsburg geborene Künstler Joachim Grommek lebt und arbeitet heute in Berlin. Subtil spielt er mit der Malerei an nicht-malerischen Objekten. „Ich nehme banale Dinge und verändere sie. Ich nehme das Alltägliche und mache es interessant, ich nehme das Interessante und mache es banal.“ sagt Grommek und sorgt für noch mehr Verwirrung, indem er „Spanplattenoberlächen“ malerisch fälscht. Bei Joachim Grommek erkennt man die Malerei zunächst nicht: Leere Sockel stehen im Raum; erst bei genauem Hinsehen erweisen sich die ausgesparte Spanplattenstruktur auf der Oberseite und der umgebende weiße Anstrich als sorgfältig gemalte Kopie der darunterliegenden Realität. Indem Grommek das Motiv beibehält, ändert er den Blick. Original und Kopie können nicht mehr eindeutig voneinander unterschieden werden.
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