„2012“ – Weltuntergang oder Neuanfang?

Im letzten Jahr war der Blockbuster 2012 von Star-Regisseur Roland Emmerich in aller Munde. Atemberaubende Bilder ließen den Zuschauer in den Kinositzen mit offenen Mündern zur Leinwand starren. Eine Stretch-Limo rast unter einem zusammenbrechendem Haus hindurch, Glassplitter fliegen durch die Luft, hinter dem Wagen öffnet sich ein Krater und verschlingt ganze Häuserblocks. In Filmen wie Independence-Day und The Day After Tomorrow hat der aus Deutschland stammende Drehbuchautor, Produzent und Regisseur Emmerich bereits sein Gespür für Katastrophenfilme gezeigt und damit Millionen eingespielt.
In dem Weltuntergangsszenario von 2012 wird dem Zuschauer in den ersten 20 Minuten erklärt, dass sich das Erdinnere erwärmt und die Pole sich langsam verschieben. Dadurch zerbricht die Erdoberfläche und riesige Tsunamis werden sämtliche Kontinente komplett unter Wasser setzen. Ein Weltuntergang wie er im Buche steht. Die eingebaute Hintergrundgeschichte ist nichts neues. Die Regierungen lassen riesige Archen bauen und nur ausgewählte Personen, mit viel Geld, dürfen mit an Bord. Natürlich gibt es eine Handvoll Menschen die es schaffen, der Naturgewalt zu trotzen und sich bis zu den Schiffen durchzukämpfen. Ein Bildgewaltiges Epos, besetzt mit hochkarätigen Schauspielern wie John Cusack, Danny Clover und Amanda Peet.

Der Weltuntergang

Doch hinter dieser millionenschweren Produktion steckt ein Thema, welches Menschen überall auf der Welt beschäftigt. Der Weltuntergang. Gibt man diesen Begriff bei Google ein, bekommt man über 2 Millionen Ergebnisse. Von Theorien über Prophezeiungen bis hin zu Diskussionen zwischen Anhängern verschiedenster Religionen wird der Suchende von Informationen erschlagen. Erst vor drei Monaten hat ein Prediger aus Kalifornien das jüngste Gericht für den 21. Mai 2011 vorhergesagt. Tausende Anhänger bereiteten sich auf die postapokalyptischen Folgen vor. In den USA wurden, durchaus mit einem Augenzwinkern, Notfallmaßnahmen aufgestellt, wie man sich im Falle einer Zombieinvasion zu verhalten hätte.
Dies ist nur eines der zahlreichen Weltuntergangsbeispiele der letzten Jahrzehnte.
Der Unterschied zu aus der Luft gegriffenen Spekulationen von selbsternannten Predigern und den Hintergründen zu dem Film 2012 ist, das sich Roland Emmerich auf den Kalender eines alten Volks stützt. Der Maya-Kultur.

Die Maya-Kultur

Wir wissen noch verhältnismäßig wenig über die Maya-Kultur. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts begann man eingehender mit den Forschungen über das aus Mittelamerika stammende Volk. Zahlreiche Mysterien ranken sich um diese Kultur. Fakt ist, dass die Maya bereits vor über 5.000 Jahren ein astronomisches und mathematisches Verständnis hatten, welches das unserige weit überflügelt. Fakt ist, dass ihre kosmischen Kalender zum Teil mit unserem Kalendersystem übereinstimmen. Und ebenfalls Fakt ist, dass eben dieser Maya-Kalender am 21. Dezember 2012 enden wird!
Die erwachten Menschen werden die heilige Mission der „Reinigung der Erde“ vollenden. Am 21. Dezember 2012 werden die Menschen in eine neue Zivilisation eintreten.(Maya-Prophezeiung).
Doch auch Wissenschaftler sind nur Menschen. Und das Kalendersystem der Maya unterliegt einem komplizierten Rechnungssystem, welches selbst das Maya-Volk nach Tausenden von Jahren nicht mehr zu 100% zu deuten vermag. Die Schwierigkeiten beim entschlüsseln dieser Kalender wird schon daran deutlich, dass viele seriöse Maya-Forscher der Meinung sind, dass nicht der 21. Dezember 2012, sondern der 28. Oktober 2011 das Datum ist, an welchem ein Neuanfang stattfinden soll. Wer sich näher mit den astronomischen Daten auseinandersetzen möchte, auf wissenschaftlicher Ebene, dem empfehle ich folgenden Blog


Der Neuanfang

Schaut man sich diese Prophezeiung genauer an, so steht dort nichts von dem gern verwendeten Begriff „Weltuntergang“. Lediglich eine „Reinigung der Erde“ und eine „neue Zivilisation“ wird dort angekündigt. Natürlich hat sich Roland Emmerich für ein infernalisches Szenario entschieden. Wie viele Zuschauer hätte er wohl in die Kinos gelockt, wenn er nüchtern und ohne explodierende Autos die Wirtschaftskrise und ihre Neuerungen dargestellt hätte? Denn das ist es, woran eine große Fraktion der Maya-Anhänger. Das dieser Neuanfang weniger in Hinsicht auf die Zerstörung der Erde, als vielmehr auf die wirtschaftlichen und individuellen Veränderungen hin zu sehen ist.
Seit zwei Jahren versuchen Wissenschaftler einer Massenpanik unter Gläubigern entgegenzuwirken, indem sie fundierte Berichte über die astronomische wie auch geologische Situation unserer Erde veröffentlichen. 2009 kommentierte sogar die NASA den Hollywoodfilm „2012“, da eine gefakte Website mit fiktiven Zahlen und fiktiven Fakten verschreckte Anfragen bei der NASA zur Folge hatte. Hier der Link zum erklärenden Artikel der NASA über den „Weltuntergang“.

2012, ein Jahr der Veränderungen? Greifen wir auf das aktuelle Zeitgeschehen zurück, die Geldkrisen, die gesellschaftlichen Unruhen, ist davon auszugehen, dass sich in nicht allzu ferner Zukunft etwas verändern wird. 2012, das Jahr des Weltuntergangs? Jedem sei es selbst überlassen, daran zu glauben. Den Realisten und somit nicht Gläubigen unter uns sei wohl eher anzuraten, ihre irdischen Güter zu sichern und sich so für den Neubeginn zu wappnen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s