„Anubis“ von Wolfgang Hohlbein – Rezension

Wolfgang Hohlbein gilt seit langem als die deutsche Antwort auf den Großmeister der Fantasy-Literatur Stephen King. In den 80er Jahren feierte der in Weimar geborene Autor seinen ersten großen Erfolg. Danach folgten zahlreiche Bestseller, darunter die „Chronik der Unsterblichen“, die „Märchenmond“ – Zyklen oder Einzelromane wie „Midgard“, „Wolfsmond“ und „Dunkel“. Viele dieser Werke schuf Hohlbein in Zusammenarbeit mit seiner Frau Heike Hohlbein und seiner Tochter Rebecca. Bis heute hat Wolfgang Hohlbein über 200 Bücher veröffentlicht, davon über 160 Bestseller mit einer weltweiten Auflage von weit mehr als 45 Millionen Büchern.

Mit dem 2005 erschienenen Fantasy-Roman „Anubis“ hat Hohlbein einen weiteren Titel in die deutschen Belletristik-Charts befördert. In „Anubis“ versucht der Archäologie Professor Mogens VanAndt vergeblich an einer kleinen Ostküstenuniversität seine prekäre Vergangenheit zu vergessen. Einst stand ihm eine blendende Zukunft bevor, bis er in unerklärliche Geschehnisse verwickelt und als Spinner verbannt worden war. Gerade der Mann, welcher für VanAndt Schuld an seinem verkorksten Leben ist, sucht ihn eines Tages auf und bietet Mogens einen Job an, den er nicht ausschlagen kann. Doch nicht nur der unterirdische, ägyptische Tempel, den Graves und seine Mitarbeiter mattem im sonnigen Kalifornien ausgraben, verbirgt mehr Geheimnisse, als es zunächst den Anschein hat. Hinter den, von steinernen Anubis-Figuren und merkwürdigen Hieroglyphen bewachten Toren, existieren dunkle Wesen in einer uralten Welt, welche besser für immer verschlossen bleiben sollte. Aber Jonathan Graves hat andere Pläne und so befindet sich VanAndt bald in einem Schreckensreich jenseits aller menschlicher Vorstellungskraft.

Der Titel „Anubis“ wird in der Geschichte leider nur sekundär bis gar nicht aufgegriffen. Zudem könnte die Handlung stellenweise schneller vorangetrieben werden, da die Spannungskurve eher abflacht als ansteigt. Doch spätestens im letzten Viertel des Romans wird der Leser das Buch bis zum Ende nicht mehr beiseite legen wollen. Trotz einiger Schwächen ein lesenswertes Werk des deutschen „King of Fantasy“.

Taschenbuch: 768 Seiten
Verlag: Bastei-Lübbe
Ersterscheinung: 13.11.2010
ISBN: 978-3-8387-0609-2

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