Schlagwörter

, , , , , , , , ,

Vom 22. Juli bis 2. September 2012 führen die drei Mannheimer Institutionen Stadtgalerie, Kunstverein und Kunsthalle mit dem „Deltabeben. Regionale 2012“ ein gemeinsames Ausstellungsprojekt durch, das sich als Spiegel der künstlerischen Vielfalt der Metropolregion Rhein-Neckar versteht. Im Wechsel mit dem Wilhelm-Hack-Museum und dem Kunstverein in Ludwigshafen werden alle zwei Jahre heimische Positionen aus allen Gattungen der bildenden Kunst – von der Malerei bis zur Performance – vorgestellt.
Aus den über 400 Bewerbungen des diesjährigen Wettbewerbs wurden von einer sechsköpfigen Jury 45 Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die ab dem 22. Juli in den drei Institutionen präsentiert werden. Ausstellungseröffnung: 22. Juli, 11 Uhr Mannheimer Kunstverein

Kunsthalle Mannheim: abstrakt, konkret oder dekonstruktivistisch
Die in der Kunsthalle Mannheim gezeigten Skulpturen, Gemälde und Videoinstallationen lassen sich durchgehend mit den Adjektiven abstrakt, konkret oder dekonstruktivistisch beschreiben. In unterschiedlichster Form werden die für diese Strömungen typischen Charakteristika verhandelt: Der Gedanke des Seriellen und die Auseinandersetzung mit dem Typus, eine stark geometrisierende und vereinfachende Formensprache wie auch das Motiv der Zersplitterung tauchen in den Arbeiten der ausgestellten Künstler in Variation immer wieder auf. Die folgenden Kurzbeschreibungen einzelner Kunstwerke stehen stellvertretend für die insgesamt 13 Künstler, die in der Kunsthalle gezeigt werden.

Mit Bernhard Sandfort präsentiert ein seit Jahrzehnten etablierter Mannheimer Künstler ein auf die (Nicht)Farben Rot, Weiß und Schwarz reduziertes Gemälde nach Art der Konkreten Kunst. Der in Waghäusel ansässige Max Kosoric spielt mit dem Gegensatz zwischen individueller Gestaltung und Massenproduktion. Dem in großen Stückzahlen hergestellten Fabrikat Holzkohlegrill haucht Kosoric in seiner Skulpturengruppe „Die drei Damen vom Grill“ Leben ein. Aus dem industriellen Typus macht er den personalisierten Gegenstand mit individuellem Ausdruck.
Auch „Korpus“, eine Art Möbelskulptur des Karlsruher Wolfgang Rempfer, kann mit dem Stichwort Individualisierung umschrieben werden. Die gewohnte geschlossene Gegenstandsform einer Kommode durchbrach der Künstler hier mit exakt gesetzten Schnitten. Der Möbelkorpus mutiert so zu einem aus einzelnen Splitterformen zusammengefügten Gebilde, aus dem banalen Gebrauchsgegenstand wird eine Kunstform. Aus ungleich feineren Materialien entstanden schließlich die gezeigten Arbeiten von Angelika Schröder. Nur mit Nadel und Faden „baute“ die Weinheimer Künstlerin en miniature drei Räume des nicht mehr lange existenten Mitzlaff-Baus der Kunsthalle nach. Ihre aus weißem Stoff bestehenden Kubenformen sind jeweils als Konkretisierung der ansonsten unsichtbaren Raumvolumina zu begreifen.

Die Ausstellungsteilnehmer im Einzelnen sind:
Enrico Bach, Reiner Fuchs, Barbara Hindahl, Max Kosoric, Anabel Leiner, Wolfgang Rempfer, Bernhard Sandfort, Max Santo, Christian Schmid, Angelika Schröder, Julia Sinner, Marcia Raquel Székely und Magnus von Stetten.

Stadtgalerie Mannheim: abstrakten Positionen
Die Stadtgalerie Mannheim zeigt 15 künstlerische Positionen aus dem Bereich der abstrakten Kunst. Die Exponate der Gattungen Skulptur, Installation, Malerei, Zeichnung, Fotografie und Video unterscheiden sich im Abstraktions- bzw. Verfremdungsgrad und den verwendeten künstlerischen Strategien. Einige der Arbeiten lassen deutliche Rückschlüsse auf die reale Welt zu, bei anderen ist ein Bezug zur Wirklichkeit zu erahnen. Manche Werke können wiederum als rein abstrakt betrachtet. Sie setzen sich mit dem eigenen Medium und der eigenen Produktionstechnik auseinander und sind ausschließlich bildimmanent deutbar.

Die Ausstellungsteilnehmer im Einzelnen sind:
Benedikt Dichgans, Myriam Holme, Anja Kniebühler, Skafte Kuhn, Gabriele Künne und Matthias Moravek, Max Leiß, Vanessa May, Olaf Quantius, Marten Georg Schmid, Sarah Schoderer, Claus Stolz, Michael Volkmer, Gerhard Vormwald, Silvia Wille, Franziska Wolff.

Mannheimer Kunstverein: realistische und figurative Tendenzen
16 Teilnehmer listet der Kunstverein mit Malerei, Plastik und Videoarbeiten. Raumgreifend installative Arbeiten sind dabei ebenso zu sehen wie klassische Malerei in vielfältigen Techniken und ebenso vielfältigen künstlerischen Ansätzen. Von den modularen Arbeiten von Konstantin Voit über phantasievoll-grimmige Figurationen von Michel Meyer und düstere Visionen von Jonas Lundius bis hin zu schaufensterartigen Collagen und Papierschnitten von Katharina Meister spannt sich der Bogen. Dazu kommen etwa amorphe plastische Konfigurationen von Christine Fischer und altmeisterlich anmutende Videoarbeiten von Fritz Stier.

Die Ausstellungsteilnehmer im Einzelnen sind:
Jens Andres, Götz Diergarten, Carina Doerflinger, Christine Fischer, Nele-Marie Gräber, Valentin Hennig, Anne Janoschka, Ana Laibach, Jonas Lundius, Katharina Meister, Michel Meyer, Philipp Morlock, Richard Schimanski, Monika Schneider, Fritz Stier und Konstantin Voit.

Unterstützt von:
BASF, Commerzbank, Dr. Manfred Fuchs, LBBW Stiftungen Landesbank Baden-Württemberg, Lochbühler Aufzüge, Stadt Mannheim Kulturamt, VR Bank Rhein-Neckar eG

Kunsthalle Mannheim
Friedrichsplatz 4
68165 Mannheim

www.kunsthalle-mannheim.de

Advertisements